Analyse – Ziele – Maßnahmen

Warum?

  • Um Maßnahmen erfolgreich umsetzen zu können, müssen Ziele und Erfolgskriterien bekannt sein
  • Um Ziele (eine Soll-Situation – wo wollen wir hin?) effektiv definieren zu können, müssen die Sichtweisen auf die Ist-Situation bekannt sein
  • Um Analysen (eine Ist-Situation – wo stehen wir?) ergebnisorientiert durchführen zu können, muss ein umfassendes Bild gezeichnet werden über Ereignisse, deren Ursachen und Konsequenzen – dies sowohl in der Wahrnehmung als auch in der Bewertung
  • Um Verschwendung zu vermeiden

Analyse

Beschreiben Sie die Ist-Situation. Binden Sie dazu insbesondere die betroffenen Personen und Gruppen mit ein, um ein möglichst umfassenden und differenziertes Bild von der Ausgangssituation zu erhalten.

  1. Wer? Benennen Sie die Betroffenen – alle Personen oder Gruppen, die direkt oder indirekt von der Situation betroffen sind.
  2. Was? Beschreiben Sie die Betroffenheit dieser Personen und Gruppen.
    • Nennen Sie die wesentlichen Merkmale der Betroffenheit.
    • Beschreiben Sie kurz die Konsequenzen der Betroffenheit – den Leidensdruck, der entsteht; den Vorteil, der gewonnen wird.
    • Schätzen Sie das Ausmaß der Betroffenheit ein – hoch, mittel, niedrig oder auf einer Skala 1-10 oder als prozentuale Betrachtung (Summe 100%).
  3. Warum? Erklären Sie kurz die Ursachen der Betroffenheit. Bei komplexen Sachverhalten nutzen Sie die why-why-Methode.

Ziele

Stellen Sie sicher, dass sie alle wesentlichen Optionen als Handlungsalternativen berücksichtigt und hinsichtlich der Kriterien der Auswahl bewertet haben. Binden Sie auch in diesem Schritt möglichst frühzeit die Betroffenen mit ein. Beschreiben Sie anschließend die Soll-Situation, als läge das Ergebnis bereits vor.

  1. Wer? Berücksichtigen Sie alle direkt und indirekt Betroffenen, die in der Analyse erwähnt wurden. Ergänzen Sie diese Auflistungen ggf. um Personen, die in der Ziel-Situation neu hinzukommen.
  2. Was? Beschreiben Sie die Betroffenen in der Soll-Situation – so konkret, nachvollziehbar, überprüfbar wie möglich. Nutzen Sie dazu die PIA-Methode: Erklären Sie, was die Betroffenen sagen oder tun; was sie empfinden oder denken; was sie sehen, hören, fühlen, schmecken oder riechen.
  3. Warum? Ergänzen Sie die Bedeutung für die Betroffenen sowie die Wichtigkeit – hoch, mittel, niedrig oder auf einer Skala 1-10 oder als prozentuale Betrachtung (Summe 100%).

Maßnahmen

Beschreiben Sie erforderliche und unterstützende Aktionen, die zur Erreichung der Soll-Situation beitragen:

  1. Wer (wann)? Benennen Sie eine Person, die verantwortlich ist, entweder persönlich oder stellvertretend für eine Gruppe.
  2. Was? Beschreiben Sie, was diese Person (Gruppe) zu tun hat – konkret, nachvollziehbar, überprüfbar.
  3. Warum? Erklären Sie auf wesentliche Stichworte konzentriert, welche Bedeutung diese Maßnahme im Kontext der gesamten Aufgabenstellung hat, bzw. wofür das Ergebnis der Aktion eingesetzt wird.
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Tipps!

Konzentrieren Sie sich ausschließlich auf das Wesentliche. So wenig wie möglich, so viel wie nötig.

Binden Sie die Betroffenen möglichst in alle Schritte mit ein. Je stärker die Betroffenheit, desto stärker sollte die Einbindung sein. Dadurch vermeiden Sie Widerstände und beschleunigen die Umsetzung. Vor allem aber können Sie sicherstellen, keine wesentlichen Aspekte übersehen zu haben, die u.U. die gesamte Initiative behindern.

Optionen und Handlungsalternativen aufzuzeigen sind ein möglicher und häufig sinnvoller Zwischenschritt. Er nimmt wenig Zeit in Anspruch, macht aber für alle Betroffenen nachvollziehbar, warum man sich für das Paket der Ziele, die verfolgt werden, entschieden hat.

Relevanz können mit unterschiedlichen Werten gezeigt werden: Hoch, mittel, niedrig, wenn eine sehr grobe Einteilung genügt (alternativ als Ampel rot, gelb, grün). Skala 1-10, wenn es etwas differenzierter sein soll. Prozent (Summe 100%), wenn die Aspekte „in Konkurrenz“ zu einander stehen, z.B. weil nachfolgend Ressourcen auf Basis eines Schlüssels zu verteilen sind.

Autor

Reiner Gebers ist Gründer und Mehrheitsgesellschafter der Real Insight KG. Er unterstützt Medien und Services dabei, Digitale Geschäftsmodelle erfolgreich zu entwickeln und am Markt zu platzieren.

Real Insight KG ist eine Agentur für Kunden-zentrierte Innovation und Transformation.